0023 Ich traue mich wieder, lebendig zu sein
Shownotes
Ich traue mich wieder, lebendig zu sein
Aufgenommen am Sonntag, 25. Oktober 2026.
Lebendigkeit – was bedeutet das eigentlich?
Wir beginnen diesen Sonntag mit einer Frage, die uns seit einiger Zeit beschäftigt: Was hat sich in unserem Miteinander verändert?
Heiko erlebt gerade etwas Neues. Nach vielen Jahren in einem geregelten Berufsalltag, geprägt von Pflichtbewusstsein und Verantwortung, entdeckt er eine Lebendigkeit, die lange wenig Raum hatte.
Er erzählt, wie viel Überwindung es ihn gekostet hat, alte Gewohnheiten und innere Begrenzungen zu hinterfragen.
Die Ruhephase, die eigentlich eine Lebendigkeitsphase ist
Seit dem 1. Oktober befindet sich Heiko in der Ruhephase seiner Altersteilzeit.
Doch er empfindet diese Zeit zunehmend als Aufbruch. Er muss nicht mehr in seinen bisherigen Arbeitsalltag zurück und kann sich einem Leben zuwenden, das er gemeinsam mit Barbara gestalten möchte.
Wir sprechen darüber, wie sehr Begriffe wie Ruhestand, Pflicht und Alltagstrott unsere Vorstellungen vom Älterwerden beeinflussen.
Wenn nicht alles nach Plan läuft
Unsere Rückreise von Mykonos, eine ungewöhnliche Hotelübernachtung, reisemedizinische Termine und die erneute Verzögerung bei unserer Aurora haben uns in den vergangenen Tagen einiges abverlangt.
Doch wir merken, dass wir mit Unvorhergesehenem anders umgehen als früher.
Wir versuchen, gemeinsam handlungsfähig zu bleiben, über manche Widrigkeit zu lachen und auch in schwierigen Situationen die Möglichkeiten zu entdecken.
„Sie haben mir den Glauben an die Liebe zurückgegeben.“
Diesen Satz sagte eine junge Ärztin während unserer reisemedizinischen Beratung zu uns.
Wir waren müde, hatten einen langen Tag hinter uns und mussten uns mit weiteren Schwierigkeiten beschäftigen.
Die Begegnung hat uns tief berührt.
Wir fragen uns, was andere Menschen in unserem Miteinander wahrnehmen und wie viel wir manchmal allein durch unsere Art, miteinander umzugehen, auslösen können.
Warum wir wieder spielen
Wir sprechen über unsere Kindheit, über das Spielen im Freien und darüber, wie selbstverständlich wir damals unserer Neugier gefolgt sind.
Barbara erinnert sich an ihren Freund Stefan, mit dem sie als Kind im Garten spielte und sich durch besondere Vogelrufe verständigte.
Heute spielen wir wieder miteinander: Stadt-Land-Fluss am Flughafen, kleine Verkleidungen, Scherze, liebevolles Übertreiben unserer Eigenarten und gemeinsame Märchenfilme.
Für uns gehört das Spielen zu einem lebendigen Erwachsenenleben.
Die Kraft des Ja
Wir entdecken, wie viel sich verändert, wenn wir die Ideen des anderen aufgreifen.
Ein Gedanke aus dem Improvisationstheater begleitet uns dabei: „Ja, und …“
Wir müssen nicht jeden Vorschlag sofort bewerten oder verbessern.
Manchmal genügt es, sich darauf einzulassen und gemeinsam etwas daraus zu machen.
Was geschieht, wenn wir alte Muster lösen?
Wir sprechen darüber, wie wir zunehmend lernen, auch schwierige Themen anzusprechen.
Fragen dürfen gestellt werden. Erinnerungen dürfen auftauchen. Unterschiedliche Erfahrungen dürfen nebeneinanderstehen.
Heiko beschreibt, wie schmerzhaft es sein kann, die eigenen Rückzugsmuster zu erkennen und zu verändern.
Gleichzeitig spürt er, wie viel Freude und Energie dadurch freiwerden.
Ein Jahr voller Leben
Wir haben begonnen, unser erstes gemeinsames Jahr anhand unserer Tagebücher, Fotos und Erinnerungen zu rekonstruieren.
Dabei staunen wir, wie viel wir in diesen zwölf Monaten erlebt haben.
Wir waren an vielen Orten, haben Abschiede gestaltet, neue Entscheidungen getroffen, unsere Beziehung vertieft und unser zukünftiges Leben vorbereitet.
Der Blick zurück macht uns bewusst, wie reich ein einziges Jahr sein kann.
Unsere Fragen an euch
Wann fühlt ihr euch besonders lebendig?
Welche Gewohnheiten und Verpflichtungen nehmen euch Lebendigkeit?
Wann habt ihr zuletzt ausgelassen gespielt, gelacht oder etwas getan, das einfach nur Freude macht?
Und was könnte sich verändern, wenn ihr euch häufiger traut, Ja zum Leben zu sagen?
Wir freuen uns, wenn euch unser Gespräch dazu anregt, eure eigene Lebendigkeit neu zu entdecken.
Neuer Kommentar