0009 Alles muss in den VW-Bus passen!
Shownotes
„Wer loslässt, hat die Hände frei.“
Ein schöner Satz. Nur erzählt er wenig darüber, wie es sich wirklich anfühlt, wenn innerhalb weniger Tage sehr vieles gleichzeitig verschwindet.
In dieser Folge gehen wir noch einmal durch zwei außergewöhnlich dichte Wochen.
Wir sprechen über die Friede, Heikos Toyota, der trotz vieler Pläne und Termine noch immer nicht so fertig war, wie wir es erwartet hatten. Über Dingelstädt, Werkstatt, TÜV und die Erfahrung, immer wieder eine Vorstellung davon loslassen zu müssen, wie etwas eigentlich hätte laufen sollen.
Barbara erzählt von ihrer letzten eigenen Meisterklasse und von einem sehr klaren Moment: der Erkenntnis, dass sie in diesem Bereich nichts mehr sagen muss. Dass Jahrzehnte als Trainerin, Seminarleiterin und Begleiterin tatsächlich zu Ende gehen dürfen. Trainingsmaterialien, Pinnwände und Dinge, die lange Teil ihrer beruflichen Identität waren, werden verschenkt oder entsorgt.
Gleichzeitig endet auch für Heiko ein großes Kapitel. Sein bisheriges Arbeitsleben kommt zum Abschluss, seine Wohnung bei München wird leergeräumt und übergeben. Keller, Möbel, Waschmaschine, Kühlschrank, Erinnerungsstücke – plötzlich passt das verbliebene Leben in einen VW-Bus.
Wir erzählen von unserem letzten Abend beim Lieblingsitaliener, einer letzten Nacht in der Nähe der alten Wohnung, der Wohnungsübergabe, von Bamberg und einer Verlagsidee, die ebenfalls noch einmal neu betrachtet werden musste.
Und schließlich landen wir beim Buschtaxi-Treffen in Ohrdruf. Eigentlich wollten wir dort die Friede verkaufen. Stattdessen stehen wir im Regen, während ein Toyota nach dem anderen das Gelände verlässt – und begegnen zwei Menschen, deren Reisen wir lange verfolgt haben.
Sicher lag genau dort der tiefste Punkt dieser zwei Wochen und genau dort beginnt auch schon die nächste Bewegung.
Diese Folge handelt von Abschieden, die man selbst wählt, und von solchen, die sich einfach ergeben. Von Gegenständen und Identitäten. Von Arbeit, Zuhause und Zukunftsplänen.
Und von der Frage:
Wenn so vieles geht – wer sind wir dann ohne all das?
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